Nachteilsausgleich bei Prüfungen und andere Hilfsangebote für Studierende mit Beeinträchtigung
Workshop für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
Trainer*in: Dr. Andreas Kotthaus (Beratungsstelle zur Inklusion bei Behinderung oder chronischer Erkrankung)
Workshopbeschreibung:
Nach der 22. Sozialerhebung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Berlin 2023) besitzen rund 16% aller Studierenden eine studienrelevante Beeinträchtigung. Dies äußert sich darin, dass sie deutlich häufiger als Studierende ohne Beeinträchtigung das Studienfach wechseln, länger studieren oder das Studium ganz abbrechen. Ursache dafür sind häufig Barrieren baulicher, technischer oder geistiger Art, die den Studienalltag erschweren.
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Möglichkeiten, wie Sie als Lehrperson Ihre eigene Lehre mit überschaubarem Aufwand barriereärmer gestalten können. Lehr-Lern- und Prüfungsmaterialien können z.B. durch die Veränderung von Schriftgröße und Kontrasten an die Bedarfe von sehbeeinträchtigten Studierenden angepasst werden.
Im Prüfungskontext haben die Studierenden selbst die Möglichkeit, einen sogenannten Nachteilsausgleich zu beantragen. Für Lehrpersonen ist es umso wichtiger, diese Option zu kennen und Studierende aktiv darauf hinzuweisen, wenn das gewählte (e-) Prüfungsformat keine umfassende Anpassung der Materialien zulässt.
Anhand konkreter Beispiele machen wir uns klar, mit welchen Schwierigkeiten Studierende mit Beeinträchtigung zu tun haben können. Frei nach dem Motto „Behindern ist heilbar“ beschäftigten wir uns mit unterschiedlichen Möglichkeiten, diese Personengruppe zu unterstützen. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit dem rechtlichen Rahmen und den möglichen Formen eines Nachteilsausgleichs, schauen uns den Beantragungsprozess genauer an und reflektieren Vorurteile sowie Herausforderungen, die mit dem Thema zusammenhängen können.
Ziele des Workshops:
Die Teilnehmenden …
- kennen die rechtlichen Grundlagen zu Nachteilsausgleichen und die wesentlichen Schritte des Beantragungsprozesses.
- kennen BUW-interne Beratungsangebote, an die sie Studierende mit Beeinträchtigung verweisen können.
- reflektieren Herausforderungen und Hürden, mit denen Studierenden mit Beeinträchtigung in ihrem Studienalltag konfrontiert sein können.
Methoden: Input/Vortrag, Diskussion/Austausch im Plenum, Fallbeispiele
Dieser Workshop ist mit 2 AE für folgende Zertifikatsmodule anrechenbar:
ZHD – Basismodul, Themenfeld „Prüfen und Bewerten“
ZHD – Erweiterungsmodul, Themenfeld „Prüfen und Bewerten“
Struktur der Lernphasen:
synchron
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